Familienforschung:

Historisch verankert

Persönlich erzählt

Dorothea Redeker

Hinter mir liegt ein Berufsleben mit sehr unterschiedlichen Tätigkeiten und Erfahrungen. Inhaltlich führe ich meine Forschungen und Einschätzungen auch ohne kommerziellen Hintergrund weiter. Meine Webseite schaut in die Gegenwart, blickt zurück in die Vergangenheit. Und widmet sich Themen, die die nächsten Generationen beschäftigen werden. 

Mein Schwerpunkt liegt mittlerweile in der Familienforschung, weniger in der Betrachtung von Stammbäumen, sondern in der Verknüpfung von Lebenswegen vor historischem Hintergrund. 
Die Geschichte des öffentlichen Gesundheitswesens, der Umgang mit Epidemien, mit sozialen Missständen und Vorstellungen über ein uns Menschen gerecht werdendes Gesundheitssystem bildete den Anfang. Ich habe diese Geschichte am Beispiel meines Großvaters Franz Redeker erzählt und 2016 veröffentlicht.

Offen blieb dabei die Frage nach den jüdischen Wurzeln von Franz Redekers Ehefrau, Vera von Kraewel, die ihren Sohn – meinen Vater Konrad Redeker – beschäftigte und zu denen er in seinen letzten Lebensjahren – vergeblich – eine Antwort suchte. Vor 15 Jahren kam ich in der Familienrecherche nicht weiter. Heute stehen andere Quellen zur Verfügung. Ihnen bin ich in den letzten Jahren intensiv nachgegangen. Die Geschichte der Familie kann ich nun erzählen, nicht nur dank einer Fülle zeitgenössischer Quellen, neuer Studien und Veröffentlichungen. Die Familienmitglieder selbst füllen mit ihren Publikationen Regale, belletristisch, juristisch, historisch, medizinisch, um nur einige Gebiete zu nennen. Zusammen mit ihren Briefen, die in vielen Archiven zu finden sind, erfährt man etwas über die Lebensumstände, das persönliche Netzwerk und ihre Denkweisen. 

Ob ich meine Erzählung veröffentlichen werde, weiß ich noch nicht. Doch über meine Recherchewege, über Archive und Archivare in Zeiten künstlicher Intelligenz, meine Methoden, Dingen auf die Spur zu kommen und über mein Fazit zu historischer Forschung in Zeiten eines wieder aufflackernden Antisemitismus, werde ich berichten. Denn der Blick ins 19. Jahrhundert ist hilfreich, manchmal verblüffend ähnlich in Ablauf, Formulierung und Bearbeitung von Themen, die uns heute (wieder) umtreiben. Und der Blick ist wichtig, um Zusammenhänge zu erkennen. Geschichte ist nicht vorbei, sie ist ein Teil von uns und muss als solcher erklärt werden. 

Bei aller Sachlichkeit und ehrlichem Anspruch, abwägend und objektiv zu arbeiten: Es ist meine Sicht der Ding.

E-Mail: dr((a))dorothea-redeker.de

 

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