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Wissenschaftler in der Türkei - umgedrehte Vorzeichen?


„Mit der Philipp Schwartz-Initiative erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Forschende im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen.“ Unter dieser Zielsetzung setzt sich die Alexander von Humboldt -Stiftung seit letztem Jahr für verfolgte Wissenschaftler aus aller Welt ein.

Mit dem rigiden Vorgehen der Erdogan-Regierung  gegen Journalisten, Autoren und Wissenschaftler  bekommt diese Initiative nun eine beklemmende Note. Denn der Namensgeber Philipp Schwartz organisierte während der NS-Zeit zusammen mit der türkischen Regierung  eine der größten gezielten Emigrationen deutscher Wissenschaftler.  Die Verfolgten, unter ihnen Rudolf Nissen, Friedrich Dessauer oder Philipp Schwartz selbst, fanden zusammen mit ihren Familien Zuflucht in der Türkei und konnten an den dortigen Universitäten weiterarbeiten. Seitdem gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen türkischen und deutschen Wissenschaftlern.

Die Hochschulrektorenkonferenz hat gegen die Repressionen der türkischen Regierung deutlich Stellung bezogen und ihre Solidarität mit den betroffenen Kollegen erklärt – eine wichtige Geste.

HRK-Präsident protestiert gegen Umgang mit Hochschulangehörigen in der Türkei - https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-praesident-protestiert-gegen-umgang-mit-hochschulangehoerigen-in-der-tuerkei-3999/

Philipp Schwartz - der vergessene Retter - http://www.muk.uni-frankfurt.de/53067139/344?

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